| Lesekultur in Deutschland Lesen Sie noch oder surfen Sie schon? ______ Frage klingt witzig, aber obwohl sie so oder ähnlich oft gestellt wird, führt sie völlig in ______ Irre. Denn __________ Gegensatz zwischen ______ Gebrauch ______ Kulturtechnik Lesen und ______ Nutzung neuer elektronischer Informationssysteme, vor allem natürlich des Internet, gibt es nicht. Auch wenn einerseits Kulturpessimisten diese angebliche Frontstellung zwischen Neu und Alt immer wieder bejammern, und andererseits Optimisten ______ Revolution des Informationsverhaltens durch ______ Internet lautstark bejubeln – Lesen und Surfen gehören untrennbar zusammen. Alle statistischen Erhebungen belegen für Deutschland: Noch nie wurde im Beruf und in ______ Freizeit so viel gelesen wie heute. Analphabeten können sich allenfalls mit Computerspielen volldröhnen – Zugang zu ______ Inhalten des Informationszeitalters hat nur, wer lesen kann. Woher kommt dann dieser Widerspruch zwischen realer Lesedichte in Deutschland und ______ von vielen „gefühlten“ Rückgang ______ Lesekultur? Wahrscheinlich daher, dass ______ empirischen Daten ______ anderes Lesen als ausschließlich ______ doch vor allem von ästhetischem Interesse geleitete „literarische Lesen“ beschreiben. Es ist richtig – Lesen in ______ Freizeit verliert auch in Deutschland weitgehend sein aus ______ bildungsbürgerlichen Tradition hergeleitetes Sozialprestige. Dagegen gewinnt operationales Lesen an Bedeutung, also Lesen als zielgerichteter Wissenserwerb für ______ Orientierung in __________ immer schneller sich ändernden Welt. Gleichzeitig ändert sich ______ Kulturtechnik Lesen selbst zu __________ selektiveren, mehr strukturierten Umgang mit Texten. ______ Art des Lesens von Büchern nähert sich also ______ des Lesens von Zeitungen oder elektronischen Texten an. Mediennutzung geschieht im Nebeneinander, ______ Verdrängungswettbewerb zwischen Internet und Buch findet deshalb genauso wenig statt, wie z.B. zwischen Fernsehen und Hörfunk. ______ Beherrschung ______ Kulturtechnik Lesen ist auch im Internet Voraussetzung für Medienkompetenz. ______ Verlagsgruppen Springer und Bauer erkunden jährlich im Rahmen __________ Verbraucheranalyse ______ Freizeitgewohnheiten ______ Deutschen. Im Jahre 2004 hat demnach ______ Lesen von Büchern seine Bedeutung halten können. ______ Anteil ______ Leser, ______ „gern“ oder „sehr gern“ in Büchern lesen, hat sich gegenüber ______ Vorjahr sogar leicht verbessert, auf 55,5 Prozent. In ihrer freien Zeit lesen 19,9 Prozent ______ Deutschen sogar „besonders gern“. Insgesamt steht Bücherlesen nach wie vor auf Platz 8 ______ 39 beliebtesten deutschen Freizeitbeschäftigungen, und zwar nach Musik hören, fernsehen, Zeitung lesen, essen gehen, Freunde treffen, Auto fahren und im Freien picknicken. Internet nutzen landet übrigens bei dieser Umfrage auf Platz 16… (alle Erhebungsdaten zitiert nach „Buch und Buchhandel in Zahlen 2005“, herausgegeben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels). Auch bei Statistiken gilt: Auf __________ Bein kann man nicht stehen. Deshalb seien als Beleg für ______ unveränderten Stellenwert ______ Buchkultur für Deutschland auch einige Ergebnisse ______ mit ______ oben genannten Umfrage konkurrierenden Allensbacher Werbeträger-Analyse 2004 herangezogen. Demnach liegt ______ Zahl ______ Deutschen ab 14 Jahren, ______ sich für Bücher „ganz besonders“ interessieren, unverändert bei 33 Prozent, während ______ Zahl ______ nicht Interessierten ebenfalls wie im Vorjahr 27 Prozent beträgt. Kein Grund allerdings zur Entwarnung, da ______ Zahlen ______ Durchschnitt widerspiegeln, besser verdienende und gut ausgebildete Menschen lesen mehr, ebenso wie Frauen. ______ hebt ______ Werte… Fazit: Um ______ Lesekultur in Deutschland steht es weit besser, als viele kritische Analysen glauben machen wollen. ______ Buch behält seinen Stellenwert in ______ Mediengesellschaft, kann ihn sogar leicht ausbauen. |
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Insgesamt steht Bücherlesen nach wie vor auf Platz 8 der 39 beliebtesten deutschen Freizeitbeschäftigungen, und zwar nach Musik hören, fernsehen, Zeitung lesen, essen gehen, Freunde treffen, Auto fahren und im Freien picknicken. Internet nutzen landet übrigens bei dieser Umfrage auf Platz 16… (alle Erhebungsdaten zitiert nach „Buch und Buchhandel in Zahlen 2005“, herausgegeben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels). |
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Fazit: Um die Lesekultur in Deutschland steht es weit besser, als viele kritische Analysen glauben machen wollen. Das Buch behält seinen Stellenwert in der Mediengesellschaft, kann ihn sogar leicht ausbauen. |
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Auch wenn einerseits Kulturpessimisten diese angebliche Frontstellung zwischen Neu und Alt immer wieder bejammern, und andererseits Optimisten die Revolution des Informationsverhaltens durch das Internet lautstark bejubeln – Lesen und Surfen gehören untrennbar zusammen. Alle statistischen Erhebungen belegen für Deutschland: Noch nie wurde im Beruf und in der Freizeit so viel gelesen wie heute. Analphabeten können sich allenfalls mit Computerspielen volldröhnen – Zugang zu den Inhalten des Informationszeitalters hat nur, wer lesen kann. |
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Die Verlagsgruppen Springer und Bauer erkunden jährlich im Rahmen einer Verbraucheranalyse die Freizeitgewohnheiten der Deutschen. Im Jahre 2004 hat demnach das Lesen von Büchern seine Bedeutung halten können. Der Anteil der Leser, die „gern“ oder „sehr gern“ in Büchern lesen, hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar leicht verbessert, auf 55,5 Prozent. In ihrer freien Zeit lesen 19,9 Prozent der Deutschen sogar „besonders gern“. |
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Die Art des Lesens von Büchern nähert sich also der des Lesens von Zeitungen oder elektronischen Texten an. Mediennutzung geschieht im Nebeneinander, ein Verdrängungswettbewerb zwischen Internet und Buch findet deshalb genauso wenig statt, wie z.B. zwischen Fernsehen und Hörfunk. Die Beherrschung der Kulturtechnik Lesen ist auch im Internet Voraussetzung für Medienkompetenz. |
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Lesekultur in Deutschland |
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Auch bei Statistiken gilt: Auf einem Bein kann man nicht stehen. Deshalb seien als Beleg für den unveränderten Stellenwert der Buchkultur für Deutschland auch einige Ergebnisse der mit der oben genannten Umfrage konkurrierenden Allensbacher Werbeträger-Analyse 2004 herangezogen. Demnach liegt die Zahl der Deutschen ab 14 Jahren, die sich für Bücher „ganz besonders“ interessieren, unverändert bei 33 Prozent, während die Zahl der nicht Interessierten ebenfalls wie im Vorjahr 27 Prozent beträgt. Kein Grund allerdings zur Entwarnung, da die Zahlen den Durchschnitt widerspiegeln, besser verdienende und gut ausgebildete Menschen lesen mehr, ebenso wie Frauen. Das hebt die Werte… |
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Lesen Sie noch oder surfen Sie schon? Die Frage klingt witzig, aber obwohl sie so oder ähnlich oft gestellt wird, führt sie völlig in die Irre. Denn einen Gegensatz zwischen dem Gebrauch der Kulturtechnik Lesen und der Nutzung neuer elektronischer Informationssysteme, vor allem natürlich des Internet, gibt es nicht. |
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Woher kommt dann dieser Widerspruch zwischen realer Lesedichte in Deutschland und dem von vielen „gefühlten“ Rückgang der Lesekultur? Wahrscheinlich daher, dass die empirischen Daten ein anderes Lesen als ausschließlich das doch vor allem von ästhetischem Interesse geleitete „literarische Lesen“ beschreiben. Es ist richtig – Lesen in der Freizeit verliert auch in Deutschland weitgehend sein aus der bildungsbürgerlichen Tradition hergeleitetes Sozialprestige. Dagegen gewinnt operationales Lesen an Bedeutung, also Lesen als zielgerichteter Wissenserwerb für die Orientierung in einer immer schneller sich ändernden Welt. Gleichzeitig ändert sich die Kulturtechnik Lesen selbst zu einem selektiveren, mehr strukturierten Umgang mit Texten. |